Autismus-Spektrum-Störungen

Kinder mit (Verdacht auf) Autismus-Spektrum-Störung werden sowohl zur diagnostischen Abklärung vorgestellt als auch von unserem multiprofessionellen Team bedarfsabhängig therapeutisch behandelt oder begleitet. Zudem beziehen wir die Eltern und weitere wichtige Bezugspersonen in die Therapien mit ein und beraten sie.

Was ist Autismus?

Autismus ist sehr facettenreich und zählt zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen. Verschiedene psychische Funktionsbereiche können betroffen sein, wie z.B.

eine eingeschränkte Fähigkeit, sich gut in andere Menschen hineinversetzen zu können und zu verstehen wie sich der andere fühlt und was er denkt („Theory of mind")

eingeschränkte exekutive Funktionen, d.h. die Fähigkeit, Vorgänge und Handlungen vorauszuplanen und flexibel sowie zielorientiert durchzuführen

eine mangelnde „zentrale Kohärenz", dies meint die Fähigkeit, Situationen im Ganzen zu überblicken und erfassen.

Diese Besonderheiten haben insbesondere Schwierigkeiten in der Beziehungsgestaltung und der Kommunikation zur Folge.

Ein Mensch mit Autismus-Spektrum-Störung ist jemand, der die Welt anders (als die sogenannten „Normalen") wahrnimmt und begreift.
Tony Attwood

Im Diagnostischen und Statistical Manual Psychischer Störungen (DSM-IV-TR) und in der internationalen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10) werden für Autismus folgende Kennzeichen als Definitionsmerkmale genannt:

Diagnostik

Die Diagnostik wird bei uns im Team von KinderärztInnen, Diplom-PsychologInnen und FachtherapeutInnen (wie z.B. LogopädInnen, ErgotherapeutInnen) durchgeführt. Sie stützt sich auf die etablierten Untersuchungsverfahren mit autismusspezifischen Instrumenten (wie z.B. ADOS, ADI-R etc.) und betrachtet die soziale und kommunikative sowie die allgemeine Entwicklung.

Nach einem intensiven Anamnesegespräch mit dem Kind und den Eltern folgt eine ausführliche neuropädiatrische und entwicklungspsychologische Untersuchung. Bei Verdacht auf Autismus-Spektrum-Störung werden entsprechend weitere Maßnahmen geplant.

Einen wichtigen Teil stellt auch die Differenzialdiagnostik bzw. die Diagnostik komorbider Störungen dar, wie z.B. AD(H)S, Depressionen etc. dar.

Welche Behandlungsmethoden bieten wir an?

Wir entscheiden individuell und auf das Kind bezogen, welche Therapiemaßnahmen sinnvoll und notwendig sind, z.B.: